Alles entwickelt sich technisch weiter, kaum noch ein Bereich kommt heutzutage ohne digitale Unterstützung aus. Auch beim WZV stehen die Zeichen auf Fortschritt. Schon länger geplant, aufgrund der Corona-Situation aber mehrfach verschoben, ist die Ausrüstung aller Abfallbehälter mit einem sogenannten Transponderchip. Jetzt soll es aber endlich losgehen. Das Chippingverfahren ermöglicht die eindeutige Zuordnung der Tonnen zu den Aufstelladressen und zu den jeweiligen Entleerungstouren. Die Abfallsammelfahrzeuge werden mit entsprechenden Lesegeräten an der Schüttung ausgestattet. Diese erkennen den Chip und gleichen ab, ob der Abfallbehälter für die Tour registriert ist. So wird zukünftig sichergestellt, dass nur angemeldete Abfallgefäße und diese auch nur auf den zugehörigen Entleerungstouren, gekippt werden.
„Wir setzen dieses Verfahren seit inzwischen zwei Jahren in der Modellregion Ellerau mit gutem Erfolg ein“, informiert Katja Pribik-Finnern, die als Abteilungsleiterin für Logistik und Privatkunden beim WZV das Projekt betreut. „Dadurch, dass es nicht mehr zu Doppelleerungen oder der Leerung von nicht angemeldeten Gefäßen kommt, verbessern wir die Entgeltgerechtigkeit und können außerdem effizienter arbeiten“, beschreibt Pribik-Finnern.

Die letzten Vorbereitungen für dieses große Projekt laufen in der Verwaltung des WZV auf Hochtouren. Ab dem 18.06. werden die ersten Informationsschreiben an alle Haushalte und Gewerbebetriebe versandt. Hierin wird den Kundinnen und Kunden ihr persönlicher Chipping-Termin mitgeteilt, über den genauen Ablauf informiert und die technischen und rechtlichen Hintergründe beschrieben. Für alle Rückfragen wird außerdem ab dem 21.06.21 eine Hotline unter 04551 90 92 92 geschaltet und die Zeiträume werden unter WZV vor Ort veröffentlicht.

Im Juli werden die Ausrüstungsteams starten, zunächst in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg. Bis Jahresende soll die Ausrüstung im Kreisgebiet abgeschlossen sein. Die Durchführungstermine für die Gemeinden werden, sobald bekannt, auf wzv.de bekannt gegeben und entsprechend des Fortschritts der Ausrüstungsteams aktualisiert. Pribik-Finnern schildert, wie die Ausrüstung funktioniert: „Die Teams werden mit entsprechender Kleidung des WZV gut erkennbar sein. Die durch unsere Kunden am Grundstück bereitgestellten Behälter werden kontrolliert, mit dem vorhandenen Bestand beim WZV abgeglichen, mit einem Strichcode versehen und der orangefarbene Chip wird unter dem Tonnenrand angebracht. Durch diesen Vorgang werden die Abfallgefäße mit dem zugehörigen Haushalt „verheiratet“.“

Eines ist der Abteilungsleiterin ganz wichtig: „Der Datenschutz ist sichergestellt!“ Bereits in der Vergangenheit erreichten den WZV hierzu zahlreiche Rückfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger. Pribik-Finnern betont:“ Auf dem Chip werden keine Daten über unsere Kunden gespeichert und er erkennt auch nicht, was oder wieviel in den Tonnen an Abfällen enthalten ist. Es geht nur darum, die Tonnen den Haushalten zuzuordnen und die Leerungen zu kontrollieren.“

Umfangreiche Informationen zum Datenschutz bei dieser Maßnahme finden sich auf wzv.de oder können im Servicecenter unter 04551 909 0 angefordert werden. Chipping Datenschutzsteckbrief