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Eine Woche im Roten Holzhaus
„Honig schleudern und Brot backen“
 
Im Roten Holzhaus vom Martin-Meiners-Förderverein geht es zu wie im Bienenstock.
100 Kinder aus KiTas und Grundschulen reisen von Montag bis Freitag an. Sie backen Brot und schleudern Honig. Nach getaner Arbeit genießen sie ihre selbstgemachten Lebensmittel mit großem Appetit.

„Mit allen Sinnen begreifen und dabei die Zusammenhänge in der Natur erkennen, das möchten wir Kindern mit unserem Angebot „Honig und Brot“ nahe bringen.“, so der Vorsitzende vom MMFV, Dieter Fiesinger.

Imker Rolf Göttsche aus Traventhal hat im Garten ein Bienenvolk aufgestellt und alles für die Honigernte mitgebracht: Honigwaben, Honigschleuder und große Eimer zum Auffangen der goldgelben Ernte. Am Bienenstock summt und brummt es. Die Kinder beobachten, wie die Bienen aus Kleeblüten Nektar ernten und in ihre Beute bringen. Bevor es an das Honigschleudern geht, müssen die Kinder die Waben vom Wachs befreien. Wenn drei Waben „entdeckelt“ sind, wie es in der Imkersprache heißt, darf jeder die Honigschleuder in Gang setzen. Gespannt warten alle auf den ersten goldgelben Honigstrahl, der schon bald in einem großen Eimer aufegangenwird. Imker Göttsche erzählt vom Leben und Arbeiten der Bienen – von Königinnen, Drohnen und Arbeiterinnen.

Die Küche im Roten Holzhaus hat Karin Möckelmann vom LandFrauenverein Schmalfeld in eine Backstube verwandelt. Hier wird gewogen, gerührt und geknetet, bis ein großer Laib entstanden ist. Aufgeteilt in kleine Portionen, formt jedes Kind sein eigenes Quarkbrötchen. Obendrauf kommen Sesam, Haferflocken oder Sonnenblumenkerne, je nach Geschmack. Während der Backzeit erklärt Karin Möckelmann warum Vollkornbrot gesünder als Weißbrot ist. An einer Getreidemühle erleben die Kinder, wie aus ganzen Körnern Vollkornmehr gemahlen wird.

Nach getaner Arbeit wird gekostet. Gemeinsam werden Honigbrötchen geschmiert und verschmaust. Dazu gibt es frische Äpfel. Imker Göttsche erklärt den Kindern, dass es Äpfel nur dann gibt, wenn es Bienen gibt. Ohne ihre Bestäubungsarbeit müssten wir nicht nur auf Honig verzichten, sondern auch viele andere Früchte, sondern auch auf Gemüse wie Tomaten, Kürbis und Erbsen verzichten.