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WZV präsentiert neues Konzept für noch mehr Sicherheit bei der Abfallsammlung
 
Wer schon einmal beobachtet hat, wie die großen, orangefarbenen Fahrzeuge des WZV in engen Straßen rangieren, dabei noch so manches geparkte Auto umfahren oder auf eilig die Straße passierende Fußgänger oder Radfahrer reagieren müssen, der hat sich vielleicht bereits gedacht „Wenn das mal immer so gutgeht“. Leider geht es nicht immer gut. Beim WZV hat es bislang noch keine schweren Verkehrsunfälle gegeben; bundesweit jedoch kam es immer wieder zu Unglücken mit schweren Personenschäden.
Neue Unfallverhütungsvorschriften und Branchenregelungen wie etwa die DGUV Regel 114-601 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung geben jetzt neue Richtlinien für das Führen der Abfallsammelfahrzeuge vor. Insbesondere für die Rückwärtsfahrstrecken gelten verschärfte Vorschriften. Danach sind diese nur noch in ganz bestimmten Ausnahmefällen zulässig und ansonsten zu vermeiden. Der WZV hat daher in den vergangenen Monaten zunächst eine Dokumentation sowie Gefährdungsbeurteilung aller bekannten Rückwärtsstrecken im Kreisgebiet erstellt und einen Maßnahmenkatalog zur Entschärfung oder Vermeidung dieser Strecken erarbeitet.
Bei den Überlegungen stand der Servicegedanke immer im Vordergrund. Für die betroffenen Kunden sollte es so weit wie nur irgendwie möglich keine grundsätzlichen Einschränkungen am bisherigen gewohnten Leistungsstandard geben. Die gewohnten Bereitstellungsplätze der Abfallgefäße, so das erklärte Ziel, sollen, auch unter Einbringung von baulichen und technischen Veränderungen, nach Möglichkeit erhalten bleiben. Wo immer es möglich war, wurden z.B. alternative Strecken gefunden oder Wendeplätze eingerichtet. „Dem WZV ist daran gelegen, die Abfallentsorgung für seine Kunden so störungsfrei und bequem wie möglich zu gestalten“, betont Torsten Höppner, Bereichsleiter Abfallwirtschaft beim WZV. Trotzdem wird es in Zukunft einige Straßen geben, die nicht mehr direkt befahren werden können.
Wie der WZV in diesen Fällen vorgeht, erläuterten Höppner und Verbandsvorsteher Jens Kretschmer im Rahmen eines Pressegesprächs vor Ort in der Gemeinde Wiemersdorf. Die dort gelegene Bäckertwied wird die erste Straße sein, in der die neue Regelung greifen wird. Nach intensiven Gesprächen mit den Anwohnern und in enger Abstimmung mit den Gemeindeverwaltungen wurde hier ein neuer Abfuhrplatz direkt an der Abzweigung zur Bäckertwied hergerichtet. Hier sollen die Tonnen zukünftig bereitgestellt werden.