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WZV lädt seine Kunden ein: „Werden Sie Trenn(d) -Setter“ Große Bioabfall-Aktion vom 01.06. bis 01.08.2017
 
Bioabfälle haben nicht den besten Ruf. Unappetitlich und unangenehm findet so manch einer und möchte damit möglichst wenig zu tun haben.
Der WZV möchte das ändern. Bereits 2013 hat er mit dem BioPlus-Tarifsystem ein innovatives Entgeltsystem geschaffen, welches die Kundinnen und Kunden anregt, ihre Bioabfälle konsequent zu trennen – denn wer trennt, spart Geld. Wer weniger Restmüll entsorgt, weil er seine Bioabfälle trennt, zahlt auch weniger Gebühren. Mittlerweile nutzen über 80 % der WZV-Kunden eine Biotonne. Jedoch haben aktuell durchgeführte Abfallanalysen gezeigt, dass die braunen Tonnen überwiegend für Gartenabfälle genutzt werden. Organische Abfälle aus der Küche werden oftmals noch in der Restmülltonne entsorgt.
Torsten Höppner, Bereichsleiter Abfallwirtschaft beim WZV, berichtet: „Wir haben uns Gedanken gemacht, woran es liegen könnte, dass Kartoffelschalen, Kaffeefilter und ähnlicher Bioabfall vielfach nicht in der braunen Tonne landen. Anscheinend scheitert es in einigen Haushalten bereits an einer Trennmöglichkeit in der Küche – und offenbar befürchten manche auch unangenehme Gerüche oder gar Madenbefall in der Biotonne“.
Hier setzt der WZV nun mit einer großangelegten Kampagne an: Ab dem 01.06. startet eine Bioabfall-Aktion. Rund 55.000 Haushalte im Kreisgebiet werden per Tonnenhänger informiert und eingeladen, eine neue oder größere Biotonne zu ordern. Für die ersten 200 Besteller legen die Profis in Orange noch ein praktisches Bioabfall-Trennsystem obendrauf. Demnächst wird dieses auch zu einem günstigen Preis beim WZV erhältlich sein. „Damit wird das Trennen in der Küche leicht gemacht“, freut sich Torsten Höppner.
WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer ergänzt: „Bioabfälle sind im Sinne eine nachhaltigen Abfallwirtschaft eine sehr wichtige Ressource. Gerade die Küchenabfälle sind für die weitere Verwendung in den Bioabfallverwertungsanlagen zur Erzeugung von Bioenergie bestens geeignet. Bioabfall nur entsorgen war gestern - Trennen ist umweltbewusst und modern – für die grüne Energie von morgen!
Um das Bewusstsein für nachhaltige Abfallwirtschaft schon früh zu stärken, plant der WZV außerdem in Zukunft verstärkte Aktionen zum Thema Bioabfall-Kreislauf in den Schulen und Kitas.
Eine weitere Verwendungsform für die Bioabfälle ist am Ende des Kreislaufs der hochwertige Kompost, der sich im heimischen Garten wieder einbringen lässt. Dieser ist beim WZV in Bad Segeberg, Damsdorf und Schmalfeld erhältlich und kann auf Wunsch auch geliefert werden.

Für den kommenden Sommer gibt der WZV seinen Kundinnen und Kunden auch noch einige Tipps für den richtigen Umgang mit der braunen Tonne mit auf den Weg: Wer die Biotonne an einem schattigen Platz aufstellt, diese mit Eierpappen oder Zeitungen auslegt, Rasenschnitt und Laub möglichst trocken einfüllt und Essensreste in Papier einwickelt, kommt im Normalfall gut durch die warme Jahreszeit.