Aktuelles der letzten 365 Tage
Der WZV-Hauptausschuss hat seine Hausaufgaben gemacht,
eine wegweisende Sitzung für die Zukunft des WZV steht kommende Woche bevor.
 
Der Hauptausschuss des WZV (Wege-Zweckverband), bestehend aus fünf Bürgermeistern der Städte und Gemeinden des Kreises Segeberg, begleitet den WZV bei operativen und strategischen Entscheidungen in regelmäßigen Abständen. Federführende Entscheidungen, die durch die Verbandsversammlungen entschieden werden müssen, werden durch den Hauptausschuss entsprechend vorbereitet. So tagt die Verbandsversammlung, bestehend aus den Vertretern der 94 Mitgliedsgemeinden im Kreis Segeberg, am kommenden Dienstag, den 06.12.2016. Der Hauptausschuss bereitete am 29.11.2016 abschließend alle Entscheidungspapiere vor und hofft auf ein „positives“ Nikolausgeschenk durch die Verbandsversammlung.

In der Vergangenheit wurde die Neuorganisation des WZV bereits kritisch beäugt und es standen Fragen im Raum. Seit 2014 analysiert und durchdenkt der Hauptausschuss mit Unterstützung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die notwendigen Veränderungen, nun geht es um eine wegweisende Entscheidung. Die Ergebnisse des umfassenden Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PWC wurden bereits in Workshops und Informationsveranstaltungen mit den Bürgermeister/innen diskutiert und Gespräche mit der Personalvertretung sowie den Mitarbeitern geführt. Das oberste Ziel von Geschäftsführung, Hauptausschuss und Personalvertretungen ist die Sicherung der gesamten Strukturen, Aufgaben und Arbeitsplätze, wodurch die Entscheidung zu dem sogenannten „Modell 3“ (interner Arbeitstitel „New Company“), der Gründung einer neuen gewerblichen Tochter, gehen müsste. Diese würde ein Fortbestehen aller Aufgaben und Arbeitsplätze sichern, für einen Teil der Mitarbeiter aber einen Wechsel in eine neue Tochtergesellschaft bedeuten. Auch jetzt sind rund 60% der WZV-Mitarbeiter bereits in einer privaten Tochtergesellschaft, die jedoch aus vergaberechtlichen Gründen in dieser Form verändert werden muss. Die Alternative, „Modell 1“, würde bedeuten, dass der WZV zurück zu seinen Wurzeln geht und sich nur noch auf „hoheitliche“ Dienstleistungen fokussiert, dies hätte auch den Verlust von Aufgaben und damit verbunden Arbeitsplätzen als Konsequenz. Die öffentlichen Dienstleistungen werden immer weiter privatisiert und müssen sich am Markt vergleichen, was u.a. auch die Einführung des §2b Umsatzsteuergesetz ankündigt. Durch diese Einführung können vermutlich zukünftig einige kommunale Dienstleistungen nicht mehr umsatzsteuerfrei angeboten werden – dies betrifft nicht nur den WZV, sondern betrifft aktuell jede einzelne Gemeinde. Aus diesem Grund spricht sich der Hauptausschuss für „Modell 3“ aus und hofft auf die wegweisende Mehrheit im Rahmen der Verbandsversammlung.

„Auch wenn dies bedeutet, dass einige Mitarbeiter, je nach Aufgabenbereich, in eine neue Gesellschaft wechseln müssten, es wären alle Arbeitsplätze gesichert und kein Mitarbeiter würde schlechter gestellt“ so Nis Nissen, Justiziar des WZV „Erstmal muss eine Entscheidung getroffen werden, wir können nur die umfassende Vorarbeit leisten, entscheiden wird dann die Verbandsversammlung. Weitere Details hinsichtlich der Umsetzung werden dann in 2017 anstehen, hier wird es auch eine enge Abstimmung mit der Personalvertretung geben, wann und wie welche Umsetzungsschritte ausgestaltet werden. Hier haben wir einen groben Fahrplan, aber alles andere gilt es noch gemeinsam zu konkretisieren.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Vorbereitungen stellte die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2017 dar. Die Hauptausschuss-Mitglieder freuen sich, der Verbandsversammlung das fünfte Jahr in Folge konstante Abfallentsorgungsentgelte darzustellen.