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Zwei für vier – Brutplätze für Mauersegler
 
Mit Feuereifer wird im Kindergarten „Storchennest“ in Mözen für den Naturschutz geschraubt. Alle 17 Kinder machen mit bei der Aktion „Brutplätze für Mauersegler“ vom Martin-Meiners-Förderverein für Jugend- und Umweltprojekte. In den nächsten Wochen werden 200 Kinder in Kitas und Grundschulen weitere 50 Brutplätze für Mauersegler schaffen.

„So ein riesiger Kasten! Der hat ja zwei Löcher!“, bestaunen die Kinder das Modell, an dem Bettina Kramer vom MMFV die Lebensweise von Mauerseglern erklärt. Mauersegler leben nicht gern allein, sondern lieber in Gemeinschaft und kommen gern in ihr altes Nest zurück. Die alten Segler haben ihr Vorjahresnest wieder bezogen, sofern es noch da ist. Die Jungsegler, die noch nie gebrütet haben, kommen später, erste Ende Mai. „Die suchen dann nach freien Nistplätzen und werden sich über eure beiden Kästen freuen.“, erzählt Kramer. Mauersegler haben es heute schwer, geeignete Nistplätze zu finden. Früher sind sie in Baumhöhlen und unverputzte Mauern eingezogen. Doch alte Bäume sind selten, viele Gebäude sind renoviert worden.

Bevor der Akkuschrauber in Gang gesetzt wird, schauen die Kinder in die Bauanleitung, suchen die Bauteile zusammen und zählen genau ab, wie viele Schrauben sie brauchen. Dann geht es los. Jedes Kind darf zwei Schrauben eindrehen, FÖJ-lerin Carina Köchel hilft dabei.

Beim Aufhängen der Kästen müssen erwachsene Helfer ran. So hoch wie möglich, mit freier An- und Abflugmöglichkeit und freiem Flugraum unter dem Einflugloch. Denn Mauersegler sind rasante, schnelle Flieger. Nur zur Brutzeit begeben sie sich auf festen Boden. Den Rest des Jahres verbringen sie in der Luft. Sie schlafen im Flug, essen und trinken im Flug und paaren sich in der Luft. Die Jungen müssen sofort beim Verlassen in der Luft klar kommen. Damit sie darauf gut vorberiet sind ist ihre Brutzeit vergleichsweise lang, zwischen 35 und 54 Tagen.

Diese außergewöhnliche Nistkaten-Aktion für die faszinierenden Mauersegler konnte der MMFV nur mit Hilfe von Spenden des Heimatvereins Kreis Segeberg und dem Waldbesitzerverband Kreis Segeberg verwirklichen.
 
Mit voller Konzentration bei der Nistkasten-Aktion vom Martin-Meiners-Förderverein dabei: (v.li.) Ben, Anni und Lena vom Mözener Kindergarten Storchennest schrauben mit Hilfe von FÖJ-lerin Carina Köchel einen Nistplatz für zwei Mauerseglerpaare zusammen
(v. re.) Konstantin ist dran, Ben schaut zu, FÖJ-lerin Carina Köchel hilft. Der Kindergarten Storchennest in Mözen macht mit bei der Nistkastenaktion „Brutplätze für Mauersegler“ vom Martin-Meiners-Förderverein.
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