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Vielfalt und viel Arbeit
Klasse 3b bei Kartoffelbauer Steenbock
 
Ein Erlebnis der besonderen Art hatte die Klasse 3b der Heinrich-Rantzau-Schule aus Bad Segeberg. Beim Kartoffelwettbewerb 2016 vom Martin-Meiners-Förderverein hatte sie einen Ausflug zum Kartoffelvermehrungsbetrieb von Jens Steenbock in Bark gewonnen. Jetzt erlebte sie dort alles von der Kartoffel- und Arbeitsvielfalt bis hin zum Pflanzen der nächsten Ernte.
Die Kartoffel „Birgit“ kannten die Schülerinnen und Schüler aus eigenem Anbau vom Kartoffelwettbewerb. Jens Steenbock hatte sie für den Wettbewerb gespendet. Mehr als erstaunt waren die Schüler als sie vom Kartoffelexperten erfuhren, dass es weltweit 500 Kartoffelsorten gibt und 25 davon auf den Feldern von Bauer Steenbock vermehrt werden.
Kartoffeln, das wussten die Drittklässler, bilden im Frühjahr lange Keime und wenn sie zu viel Licht bekommen, werden sie grün. In der großen Lagerhalle auf dem Kartoffelhof passiert so etwas nicht. Hier überwintern die Kartoffeln bei optimalen Temperaturen unter grünem Licht. „Im Winter ist die Halle bis oben hin voll mit Kartoffelkisten, jede enthält eine Tonne Kartoffeln.“, erzählt Steenbock. Jetzt im Frühjahr stehen dort nur noch wenige Kisten, die von der 3 b neugierig umrundet wurden. Die meisten Kartoffelsorten sind bereits verkauft, manche sogar nach Brasilien, Saudi Arabien und Ägypten, um dort als Speiskartoffeln heranzuwachsen.
Besonders spannend war es an der Sortiermaschine. Am Fließband werden faulige Kartoffeln per Hand sortiert, dann automatisch nach Größe. An der Absackwaage beobachteten die Kinder begeistert, wie immer genau 40 kg Kartoffeln abgewogen und dann in eine Kiste gepackt werden. Schließlich ging es noch ab aufs Feld. Hier stand die große Pflanzmaschine bereit. Die 3 b konnte genau beobachten, wie die Kartoffeln in die Erde kommen. Zwei Reihen schafft die Maschine auf einmal und formt gleichzeitig einen Erdwall.
Etwas durchgefroren, aber glücklich ging es zurück zur Schule. Im Gepäck hatten alle vier verschiedene Kartoffeln: die altbekannte rotschalige Birgit, das längliche, fingerförmige Bamberger Hörnchen, die Rote Emmalie mit roter Schale und rotem Fleisch und die St. Galler mit blauviolettem Fleisch. Viele wollen Kinder sie zu Hause im Garten in die Erde pflanzen.
 
Wie kommen die Kartoffeln in die Erde? (v. li.) Florian Kerws, Ruslan Kling und Liam Schützler
Mit Kartoffelbauer Jens Steenbock auf der Pflanzmaschine
Zum Abschied gab es für jeden vier verschiedene Kartoffeln. (v. li.) Merle Vogelsberg, Leonard Teuteberg und Aaron Moussa freuen sich über das Kartoffelgeschenk.
Sortierte, für gut befundene Kartoffeln rollen in die Absackwaage. (v.li,). Mia Habermann, Lilly Sachse, Emma Wacker, Emmi Studt, Mia Feldmeyer, Bentje Dörnemann staunen, wie das funktioniert
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