Haselmauskästen 2007
Die Haselmaus ist klein und scheu. Sie ist keine Maus, sondern gehört zur Familie der Schläfer. Sie ist nachts unterwegs und deshalb schwer zu beobachten. Mit der Aktion "Nistkästen für die Haselmaus" des Martin-Meiners-Fördervereins können nun alle Schulen im Kreis Segeberg (ohne Norderstedt) Haselmäusen nicht nur einen Unterschlupf bieten, sondern die scheuen Tiere auch beobachten und viel über sie erfahren .
Die Grundschule in Großenaspe hat einen Schulwald und damit ideale Bedingungen, um die Spuren der Haselmaus zu erkunden. Der Vorsitzender des Martin-Meiners-Fördervereins für Jugend- und Umweltprojekte Hans-Peter-Sager überreichte den Aktivisten der Schulwald-AG und ihrer Leiterin Maren Thielemann drei Bausätze für Haselmauskästen.

Für die Schulwald-AG in Großenaspe heißt es jetzt die Bauanleitung studieren, die Haselmauskästen zusammen bauen und im Schulwald aufhängen. Im Frühling wird es spannend. Dann verlassen die Haselmäuse, nach siebenmonatigem Winterschlaf, ihr Winterquartier in der Erde und suchen einen Platz für ihre Nester. Am wohlsten fühlen sie sich dann in Nistkästen mit einem Schlupfloch an der Rückseite. Darin sind sie tagsüber, wenn sie schlafen, besonders gut geschützt vor Vögeln, Katzen und Mardern. Nachts suchen sie in Bäumen und Sträuchern nach Futter.

Aufgehängt an einem Baumstamm in der Nähe eines Waldes oder Gebüschs, lassen sich die Haselmäuse in ihrem Nistkasten, der eine abnehmbare Vorderseite hat, beobachten. Doch aufgepasst. Die Haselmaus zählt zu den bedrohten Tierarten. In die Kästen hinein schauen darf man nur mit Haselmausexperten. Werden also Haselmäuse im Kasten vermutet, muss Wolfgang Heigelmann vom Naturschutzring Segeberg, Ruth Severin vom Naturschutzbund, Hans-Peter Sager vom MMF oder ein Naturschutzbeauftragter aus der Nähe benachrichtigt werden. Nur mit ihnen darf in die Kästen geschaut werden.

Zehn Schulklassen aus dem Kreis Segeberg (ohne Norderstedt) haben sich bereits beim Martin-Meiners-Förderverein, den der WZV zur Förderung von Jungend- und Umweltprojekten zu Ehren von Martin Meiners gegründet hat, gemeldet. Alle bekommen die Nistkasten-Bausätze in den nächsten Wochen geliefert.

"Für die Unterstützung Danke ich dem Kreisbauernverband, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem Heimatverein des Kreises Segeberg - mit Hilfe ihrer Spenden konnten wir die für den Naturschutz und das Naturerleben von Schülerinnen und Schülern wichtige Aktion erst starten", so Hans-Peter Sager bei der Übergabe der Kästen. Vom Naturschutzring Segeberg kommt das Knowhow: Eine Bauanleitung für die Kästen und ein Infoblatt über die Haselmaus. Darin steht auch, wie Schulklassen sich an der landesweiten Nussjagd beteiligen können. Schulen, die bei der Aktion mit machen möchten, können Nistkästen bei Heidrun Rautenberg vom WZV bestellen. Sie ist unter 04551 909 134 zu erreichen.

Haselmausexperte Wolfgang Heigelmann vom Naturschutzring Segeberg zeigt den Aktivisten der Schulwald-AG (von links) Tomm Gartmann, Tabea Burmeister und Nik Gartmann, einen guten Platz für den Haselmauskasten im Schulwald in Großenaspe
(von rechts) Hans-Peter Sager vom Martin-Meiners-Förderverein überreichte mit den Sponsoren Manfrid Lüdtke ,Kreisbauerverband, Hans-Peter Goldnick, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Wolfgang Heigelmann, Naturschutzring Segeberg und Ernst Steenbuck, Heimatverein Kreis Segeberg der Schulwald-AG in Großenaspe (von lins) Leiterin Maren Tielemann mit Tom Gartmann, Tabea Burmeister und Nik Gartmann drei Haselmauskästen