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Mit Feuereifer zur längsten Feuerbohne
„De Lütt Kinnerstuv“ aus Wensin gewinnt beim Martin-Meiners-Förderverein
Mit Feuereifer waren Kinder aus 18 Kindergärten und sechs Grundschulen in diesem Jahr beim großen Feuerbohnen-Wettbewerb dabei. Denn, die Feuerbohne hat es in sich. Sie wächst ganz schnell, hat knallrote Blüten, bildet meterlange Ranken und lässt sich zu leckeren Speisen verarbeiten. Das zeigen unzählige bunte Bilder, tolle Zeichnungen und Bastelarbeiten sowie die vielseitigen Rezepte, die beim vom Martin-Meiners-Förderverein für Jugend- und Umweltprojekte (MMF) in Bad Segeberg eingetroffen sind.

„Wir sind begeistert und auch gerührt von dem Eifer, der Begeisterung und der Mühe, die aus den Ergebnissen sprechen. Wir hatten die Qual der Wahl!“ – sind sich Sebastian Kinne, der beim MMF gerade sein Freiwilliges Ökologisches Jahr begonnen hat, und der Vereinsvorsitzende Hans Peter Sager einig. „De Lütt Kinnerstuv“ der Kindertagesstätte der Gemeinde Wensin bekommt mit einer ungewöhnlichen Darstellung den ersten Preis. Um zu sehen, was die Lütten eingereicht hatten, reichte der Jury ein Büroraum nicht aus. Erst auf dem Flur ließ sich die fast fünf Meter lange Tapete vollständig ausrollen und zum Vorschein kam eine gemalte Bohnenranke, so lange wie die echte, bestückt mit dem Lebenszyklus aus Fotos, Zeichnungen und Bastelarbeiten. Die Fuchsgruppe der Kindertagesstätte Eri`s Arche aus Bornhöved belegt den zweiten Platz. Die Kinder haben lange Äste aus dem Wald geholt und ein riesiges Klettergerüst für die Feuerbohnen gebaut. Die Bohnen haben das Klettergerüst so umwuchert, dass es nicht mehr zu sehen war. Sieben Meter war die längste Ranke der Fuchsgruppe. Dass Bohnen nicht nur schmecken, sondern auch als Stabpuppen zu verwenden sind, haben die kleinen Füchse auch erlebt. Witzige Gestalten sind aus Bohnenschoten mit Watte und Krepppapier entstanden, das Bohnenpuppentheater war erfunden.

Die Krokodilgruppe der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe in Wahlstedt hat das Märchen „Hans und die Feuerbohne“ gelesen. Die Kinder haben kleine „Kletterhänse“ gebastelt, die das Wachstum der Bohnen Stück für Stück begleitet haben. Zum Schluss war die Bohnenranke nicht nur mit Klettermännchen bestückt sondern auch mit „Bohnen, Bohnen Bohnen!“, wie es im Tagebuch heißt.

Einen Extrapreis bekommt der Kindergarten „Schatzkiste“ aus Glasau. In einem perfekten Bilderbuch hat Leiterin Elke Sieck die Erlebnisse mit den Feuerbohnen zusammengestellt. Aber nicht nur die Feuerbohnen kommen vor, sondern auch die Gartenbewohner wie Maulwürfe, Schnecken und Regenwürmer, die sich, manchmal auch zum Leid der Kinder, an den Feuerbohnen erfreut haben.

„Vielen Dank, wir hatten alle riesigen Spaß! Im nächsten Jahr sind wir gern wieder dabei!“ lautete der letzte Satz unter zahlreichen Feuerbohnen-Tagebüchern.

Bei den Grundschulen war die Klasse 4a der Dr.-Gerlich-Schule aus Trappenkamp vorn, gefolgt von den Grundschulen Neuengörs und Fahrenkrug. Die Schüler der Klasse 4a der Dr.-Gerlich-Schule haben das Wachstum aus Sicht der Bohnen beschrieben: Vom Eingesperrt sein in der Tüte, der Freude der Bohnen über Licht und Wasser und wie sie sich um den Rankstab gewickelt haben bis dieser zu klein war. Die Schüler der Grundschule Neuengörs haben ihr Tagebuch „Die Zauberbohne“ genannt und zauberhafte Märchenbilder mit feuerbohnenumrankten Schlössern gemalt. Die Schüler der 3. Klasse in Fahrenkrug mussten Anläufe nehmen, weil die ersten Bohnenkerne im Klassenraum nicht keimen wollten. Nach dem sie neue Bohnenkerne erhalten hatten, haben die Schüler im Garten zu Hause erfolgreich Feuerbohnen großgezogen. Jedes Kind hat die eigenen Beobachtungen und Erlebnisse notiert, fotografiert und gemalt.

„Es geht nicht um das Gewinnen bei unseren Pflanzwettbewerben. Den Naturkreislauf beobachten, Kreatives gestalten, etwas Eigenes ernten und ein paar Feuerbohnen Bohnen für das nächste Jahr behalten, um den Naturkreislauf zu schließen, auf dieses Erlebnis kommt es an.“, sagt Hans Peter Sager und kündigt schon den Pflanzwettbewerb 2015 an. Dann wird sich alles um die Sonnenblume drehen.


Die „Strolche“ von „De lütt Kinnerstuv“ der Gemeinde Wensin freuen sich über den 1. Platz beim Feuerbohnen-Wettbewerb vom Martin-Meiners-Förderverein und präsentieren stolz ihre fünf Meter lange Feuerbohnentapete. (oben v. li.) Leiterin Susanna Bentin-van Doorn und Susanne Oppermann