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Eine Fichte zum Kreisjubiläum: Martin-Meiners-Förderverein
und Wege-Zweckverband überreichten Baum an Landrat Schröder
 
Bad Segeberg. Mit Spaten und festem Schuhwerk waren sie am Freitagmittag auf dem Gelände der „JugendAkademie“ Segeberg zu Gange: In einer Gemeinschaftsaktion pflanzten Landrat Jan Peter Schröder und Bettina Kramer, stellvertretend für den WZV und den Martin-Meiners-Fördervereins (MMFV), den „Baum des Jahres 2017“ – eine Gewöhnliche Fichte. Sie ist ein Geschenk von MMFV und WZV an den Kreis, der im vergangenen Jahr sein 150-jähriges Jubiläum feierte. Nun war es an der Zeit, das immergrüne Gewächs in den Boden zu setzen.

Landrat Schröder freute sich darüber, künftig auf dem kreiseigenen Gelände der „JugendAkademie“ ein nachhaltiges Geschenk wachsen sehen zu können. Für den WZV bringt die Pflanzaktion die enge Verbindung des Verbandes mit dem Kreis Segeberg zum ausdruck, die sich durch eine intensive politische Zusammenarbeit sowie die Unterstützung bei den Themen Abfallwirtschaft und Bauhofleistungen durch die Kreisverwaltung und deren Gremien auszeichnet.

Baumpflanzaktionen haben beim MMFV und WZV Tradition. Daher lag es nahe, diese fortzusetzen und dem Kreis in seinem Jubiläumsjahr den „Baum des Jahres 2017“ zu überreichen: Eine Fichte, die bis zu 600 Jahre alt werden kann. Sie soll eine langlebige Erinnerung an das Festjahr sein sowie für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt stehen.
Die Fichte ist in der Baumpflanztradition von MMFV und WZV bereits die 25. Baumart. Wurden die Bäume zunächst in jedem Jahr auf dem Gelände des Recyclinghofes in Schmalfeld gepflanzt, so werden sie seit dem Jahr 2004 an Gemeinden übergeben, die ein Jubiläum feiern.
Die ökologische Bedeutung der Fichte für die Forstwirtschaft und die holzverarbeitende Industrie stellte Axel Timmermann von der Naturschutzbehörde des Kreises Segeberg vor. Martin Karolczak, Leiter der JugendAkademie Segeberg, wird mit seinen Mitarbeitern für ein gutes Gedeihen des frisch gepflanzten Neulings sorgen.

Über die Fichte
  • Die Gemeine Fichte, auch Rotfichte genannt, ist eine der wichtigsten Baumarten für die Forstwirtschaft. Deutsche Waldbesitzer und Forstleute haben sie in den vergangenen Jahrhunderten weit über das natürliche Verbreitungsgebiet hinaus angebaut. Wegen ihres im Vergleich zu anderen Arten schnelleren Wachstums und der Möglichkeit, bereits in jüngeren Beständen Holz kostendeckend zu ernten, wird die Fichte auch als „Brotbaum“ der deutschen Forstwirtschaft bezeichnet.
  • Von Natur aus wäre die Fichte in Deutschland nur zu geringen Anteilen am Waldaufbau beteiligt – der natürliche Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Bergwäldern der Alpen und der Mittelgebirge. In Schleswig-Holstein würde die Fichte nicht natürlich vorkommen.
  • Die Fichte wird bis zu 600 Jahre alt und erreicht Höhen bis zu 50, teilweise auch 70 Metern. In der forstlichen Bewirtschaftung wird sie mit ca. 100 Jahren geerntet. Das helle, weißliche Holz ist leicht, weich, harzreich und tragfest. Es ist gut bearbeitbar und wird als Bauholz, als Balken und Latten für Dächer, Zäune etc. verwendet. Auch Möbel und Verpackungsmaterialien werden daraus hergestellt. Darüber hinaus ist Fichtenholz ein wichtiger Grundstoff für die Papierherstellung.
  • Aus ökologischen Gründen werden zahlreiche Fichtenbestände heute wieder in standortgemäße Mischwälder umgewandelt, da Reinkulturen beispielsweise gegenüber Borkenkäfern und Sturm zu anfällig sind und ihre schlecht zersetzbare Streu die Bodenversauerung verstärkt. Ein weiteres Argument gegen die Fichte ist der Klimawandel, da sie ganzjährig auf eine gute bis ausreichende Wasserversorgung angewiesen ist.
  • Aktuell hat die Fichte bundesweit ca. 26 Prozent Flächenanteile in den Wäldern. In den schleswig-holsteinischen Landesforsten dominiert die Fichte im Kreis Segeberg noch ca. ein Drittel der Waldbestände. Aufgrund ihrer Bedeutung als Bauholz und wegen ihrer ökologischen Bedeutung in Mischwäldern ist die Fichte auch zukünftig auf geeigneten Standorten in Schleswig-Holstein und im Kreis Segeberg nicht wegzudenken.
 
Ein nachhaltiges, langlebiges Geschenk, den Baum des Jahres 2017, eine Gemeine Fichte, bekam der Kreis Segeberg im letzten Jahr zu seinem 150-jährigen Jubiläum von WZV und MMFV. Nun gingen sie ans Werk: (v. li) Dr. Georg Hoffmann, Kreisnaturschutzbeauftragter, Axel Timmermann, Kreisnaturschutzbehörde, Landrat Jan Peter Schröder und Bettina Kramer vom MMFV, setzten den Baum an der JugendAkademie in die Erde.