Wildtiere der Region
Regenbogenkinder auf Spurensuche an der Forscherhütte
44 Kinder der Kita „Unter dem Regenbogen“ aus Schlamersdorf haben Großartiges erlebt: An der Forscherhütte auf der renaturierten Deponie Damsdorf hatte Peter Karamnow von der Kreisjägerschaft mit seinen Jägerkollegen spannende Erlebnisse für sie vorbereitet – Jagdhorn blasen, Wildtiere zum Anfassen, echte Jagdhunde und Wildfrüchte zum Probieren. Empfangen wurden die Drei- bis Sechsjährigen von den Jägern mit dem live auf dem Jagdhorn geblasenen Aufruf „ Zum Essen!“, genau passend zum Frühstück unter freiem Himmel, mit dem der Vormittag gestartet wurde. Anfassen, fühlen, streicheln und schmecken – mit allen Sinnen waren die Regenbogenkinder dabei. Die Kinder durften Eichhörnchen, Eule, Wiesel, Marder und Maus auf den Arm nehmen. So konnten sie ertasten, dass Dachs und Fuchs ganz unterschiedliches Fell haben, borstig der eine und ganz weich der andere. Sie erfühlten, den langen spitzen Schnabel der Waldschnepfe und den breiten, löffelartigen der Stockente. Warum das so ist, das hat ihnen Jäger Dirk Tensfeld erklärt Beeindruckend waren die echten Jagdhunde Kara, eine Deutsch-Langhaar-Hündin, und Dackel Findus, nicht nur wegen ihrer unterschiedlichen Größe. Von Margret Siebke erfuhren die Kinder, das Kara ein Wasser- und Stöberhund ist. Sie durften ein Fundstück verstecken und Kara mit lautem „Apport! auf den Weg schicken. In Windeseile brachte Kara das Fundstück an und bekam zur Belohnung ein Leckerli aus Kinderhand. Dackel Findus, der immer eifrig auf der Suche nach Dachs- und Fuchsbauten ist, durften die Kinder an der langen Leine folgen. Zum Abschluss gab es Waldfrüchte von Dirk Tensfeld: Hasel- und Walnüsse, Bucheckern und Kastanien. Nach geduldigem Puhlen kamen kleine Früchte hervor, manche schmeckten den Kindern, andere weniger. Am Ende des Vormittags waren Kinder und Jäger gleichermaßen begeistert. Für die Kinder ging es mit dem von der Stiftung Sparkasse gesponserten Bus zurück in die KiTa. Die Jäger waren sich einig, dass sie so einen Vormittag an der Forscherhütte gern wiederholen möchten. Bettina Kramer vom Martin-Meiners-Förderverein für Jugend- und Umweltprojekte, die die Veranstaltungen an der Forscherhütte koordiniert, wünscht sich, dass 2017 noch viel mehr Besucher die wunderbare Umgebung an der Forscherhütte erleben werden. Im November wird sie mit Natur- und Umweltverbänden das Programm für 2017 aufstellen.


Wie fühlen sich Fuchs und Dachs an? Mila Schlack, Lara Johnsen und Anton Bellgrau (v.li.) mit Jäger Dirk Tensfeld



Blasen mit aller Kraft ins Horn: Luisa Dohm und Mike Sangermann, (v. li): Benjamin Hutusch, Marie Priegnitz, Oskar Hansen, Lasse Schlack, Lasse Johansen, Izabella Fechner, Henriette von Schoen, Lea Junge und Johanna Kasch hören staunend zu.



„Apport“ haben Leander Fechner, Lasse Dose und Suna Köppen (v. li.) gerufen und Jagdhündin Kara flitzt los



Jäger Dirk Tensfeld erklärt Anton Bellgrau und Lara Johnsen (v. li.) warum die Waldschnepfe so einen, langen spitzen Schnabel hat.