„In die Erde – fertig – los!“ So hieß der Kartoffelwettbewerb des Martin-Meiners-Fördervereins (MMFV) für Kindergärten und Grundschulklassen im Kreis Segeberg, bei dem 28 Kindergärten und 13 Schulklassen mit machten.
Von ihnen haben 17 bis zur Ernte durchgehalten und tolle, kreative Ergebnisse beim MMFV eingesendet: Eine Märchenlandschaft, ein Kartoffelmobile, bunt bedruckte Tücher, Geschichten und bunte Zeichnungen. Bei so vielen großartigen Ideen fiel der Jury die Auswahl schwer. Deshalb gab es für die Kindergärten gleich zwei erste Plätze: für den Ev.-luth. Kindergarten Hitzhusen und die Garbecker Strolche aus Wensin. Bei den Schulen belegt die 3b der Heinrich Rantzau Schule aus Bad Segeberg den ersten Platz. Als Preise gibt es Ausflüge zum Barfußpfad Todesfelde und zum Kartoffelbauern Steenbock nach Bark und Spiele für drinnen und draußen.

Der Kindergarten Hitzhusen reichte ein großes Tuch mit Kartoffeldrucken ein. Alle Kartoffeln darauf haben Namen: Alter Schwede, Blümchen, Tönnchen und Suppenkasper. Unter jeder Knolle ist das ihr Anfangsgewicht und ihr Ertrag aufgedruckt. Zu dem Märchen „Der Kleine Bär und der Kartoffelzwerg“ gestalteten die „Garbeker Strolche“ eine Märchenlandschaft. Dazu erfanden sie Die Schüler der Klasse 3b der Heinrich Rantzau Schule erfanden ein eigenes Ende zu dem Märchen „Der Kartoffelkönig“. Der Kartoffelkönig wurde zum Fußball, freundete sich mit einem Maulwurf an oder fand ein neues Königreich. Sie schmückten ihre Märchen mit Zeichnungen und einem selbstgebastelten Kartoffelkönig.

„Die Kinder waren mit großen Eifer dabei.“, so der Vorsitzende vom MMFV, Hans Peter Sager, der alle Kartoffeltagebücher, Fotos und Zeichnungen genau studiert hat. Zuerst mussten die Kartoffeln keimen ehe sie Anfang Mai in unterschiedliche Beete gepflanzt wurden. Manche wuchsen in großen Blumentöpfen, andere in Autoreifen oder Hochbeeten. Regelmäßig schauten die Kinder, was im Beet passiert. Sie entdeckten das erste Grün, waren erstaunt, dass Kartoffeln blühen und sogar violette Beeren tragen. Für einige gab es einen großen Schreck! In ihren Beeten waren Schnecken aktiv, die dann fleißig von den Kindern abgesammelt wurden. Mitte September kam dann die lang ersehnte Ernte. Bei einigen fiel sie mit knappen 1,8 Kilogramm eher spärlich aus, bei anderen mit sagenhaften 13 Kilogramm umso üppiger. Egal, wie groß die Ernte war. Alle Kartoffeln wurden zu leckeren Gerichten verarbeitet, die allen richtig gut schmeckten.

Besonders erfreut den MMFV die Bewertung der Erzieher. „Mit großer Freude konnten wir erleben, wie gut sich das Thema „Rund um die Kartoffel“ wegen seiner Vielschichtigkeit in den Kindergartenalltag integrieren ließ, denn fast jedes Kind konnte aufgrund eigener Erfahrungen etwas dazu beitragen, so Claudia Deutschmann von der Kita Tausendfüßlern in Kaltenkirchen.

Zur Erinnerung an den Kartoffelwettbewerb 2016 gibt es für alle eine Urkunde und ein kleines Spiele. Im nächsten Jahr haben alle eine neue Chance. Welche Pflanze dann aufgezogen und geerntet werden soll, wird noch nicht verraten.

Gleich zwei erste Plätze gab es bei den Kindergärten, die beim Kartoffelwettbewerb des Martin-Meiners-Fördervereins mitgemacht haben

KindergartenSchule
1.Platz:Ev. –luth. Kita Hitzhusen Heinrich- Rantzau-Schule Klasse 3b
Kita der Gemeinde Wensin
 
2.Platz:Kindergarten der Lebenshilfe Wahlstedt Heinrich-Rantzau-Schule Klasse 3c
 
3.Platz: Kindergarten Tausendfüßler Kaltenkirchen Dr.-Gerlich-Schule Klasse 2a
Ev. Kindertagesstätte Falkenberg aus Norderstedt   Dr.-Gerlich-Schule Klasse 2b



Die „Garbeker Strolche“ haben nicht nur reichlich geerntet, sie haben zur Geschichte „Der Kleine Bär und der Kartoffelzweig“ eine Märchenlandschaft gebastelt