„Raus aus der Schublade!“
Jugendfeuerwehr Itzstedt gewinnt MMFV-Umweltwettbewerb
Dass in Schubladen Gefahr- und Rohstoffe zugleich lagern, ist kein Gerücht. Die sechs Jugendfeuerwehren, die beim großen Umweltwettbewerb vom Martin-Meiners-Förderverein mitgemacht haben, erbrachten den Beweis. Was sie an Haushaltsbatterien und Handys von Mai bis September zu Tage förderten, kann sich sehen lassen: 4.295 Kilogramm Haushaltsbatterien und 1.505 Handys, so die stolze Gesamtbilanz ihrer Sammlungen.
Zum Umweltwettbewerb für Jugendfeuerwehren hatte der Martin-Meiners-Förderverein (MMFV) im Februar alle Jugendfeuerwehren im Kreis Bad Segeberg eingeladen. Unter dem Motto „Raus aus der Schublade!“ sollten Haushaltsbatterien und Handys, gesammelt werden, denn beide sind, falsch aufbewahrt, eine Gefahr für die Umwelt und richtig recycelt, eine Rohstoffquelle. Zusätzlich mussten die Jugendlichen ein Konzept erstellen, ihre Sammelaktionen bewerben, über den Sinn der Sammlung aufklären, sammeln und letztlich eine Dokumentation abgeben.
Sechs Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Segeber haben viel investiert: von harten Auseinandersetzungen bei der Planung, kreativen Ideen für die Werbung und zahlreiche Sammeltouren. Für die Jury aus Vertretern der Kreisfeuerwehr und dem MMFV war es keine leichte Aufgabe zu ermittelt, wer vorne liegt.
Auf Platz eins ist die Jugendfeuerwehr Itzstedt. Mit 1.220 kg Batterien und 447 Handys erzielten die jungen Feuerwehrleute nicht nur das beste Sammelergebnis, sondern überzeugten mit vielseitigen Aktionen. Eigene Sammelboxen wurden gebastelt und in Lebensmittelläden aufgestellt. Gemeinsam liefen sie von Haus zu Haus und baten um leere Batterien und alte Handys. Es kam aber auch auf jeden Einzelnen an: jeder warb in seiner Familie und seinem Freundeskreis für die Aktion.
Platz zwei belegt die Jugendfeuerwehr Bad Bramstedt-Land. Sie überzeugte die Jury mit einer ausführlichen Dokumentation. Die Jugendlichen haben sich ausführlich mit den Umweltgefahren von Handys und Batterien auseinander gesetzt. Aufgeklärt haben sie darüber, was passiert, wenn ausgediente Batterien und Handys falsch aufbewahrt werden und wie man sie richtig lagert und recycelt.
Den dritten Platz sicherten sich die Jugendlichen aus Hartenholm, die sich ebenfalls mit dem Recycling von Batterien auseinandersetzten und sowohl ihr Vorgehen als auch ihre Treffen durchgehend festhielten. Sie hatten zudem das drittbeste Sammelergebnis. Den vierten Platz holten die Groß Niendorfer. Sie hatten sich das Ziel gesetzt, die Menschen im Dorf über die richtige Entsorgung aufzuklären. Ihre Batteriemenge war die zweithöchste; mit der Handysammlung waren sie nicht ganz so erfolgreich. Die Großenasper begeisterten die Jury mit ihrer Tauschaktion „ alkoholfreier Cocktail gegen Handy“ beim Feuerwehrfest. Die Stuvenborner dokumentierten ihre Aktionen mit einem Film.


„Jugendfeuerwehr steht nicht nur für Nachwuchsarbeit, sondern insbesondere auch für Umweltschutz.“, bilanziert Kreisjugendfeuerwehrwart Sebastian Sahling und bedankt sich für das allseits erfolgreiche Umweltprojekt beim WZV und beim MMFV.